Ein semantisches Differenzial mit acht Items zur Messung von pragmatischer und hedonischer Qualität, die Kurzform des 26-Item-User-Experience-Questionnaire (UEQ).
Definition: Ein semantisches Differenzial mit acht Items zur Messung von pragmatischer und hedonischer Qualität, die Kurzform des 26-Item-User-Experience-Questionnaire (UEQ).
Der User Experience Questionnaire Short (UEQ-S), 2017 von Martin Schrepp, Andreas Hinderks und Jörg Thomaschewski veröffentlicht, ist ein kompakter Weg, User Experience über reine Usability hinaus zu messen. Er verdichtet den 26-Item-UEQ auf acht Items und bewahrt dabei den Kern dessen, was dieses Instrument erfasst.
UEQ-S verwendet acht Wortpaare (zum Beispiel „behindernd / unterstützend" oder „langweilig / spannend"), die auf einer 7-stufigen semantischen Differenzialskala von -3 bis +3 bewertet werden. Vier Items messen pragmatische Qualität (wie effizient, klar und verlässlich sich das Produkt anfühlt) und vier hedonische Qualität (wie anregend und interessant es wirkt). Der Mittelwert aller acht Items ergibt einen UX-Gesamtwert.
Diese Aufteilung ist der eigentliche Sinn des Instruments. Pragmatische Qualität ist aufgabenbezogen und überschneidet sich mit Usability. Hedonische Qualität ist erlebnisbezogen und erfasst den emotionalen, nicht aufgabengebundenen Reiz, den Usability-Scores übersehen. Ein Produkt kann bei einer Dimension gut und bei der anderen schlecht abschneiden, was zeigt, wo der Fokus liegen sollte.
Wählen Sie UEQ-S, wenn Sie einen schnellen Eindruck von Usability und emotionalem Reiz zugleich wollen, etwa in einer Studie mit begrenzter Aufmerksamkeit oder beim UX-Tracking über die Zeit. Der Gesamtwert weicht nur marginal vom vollen UEQ ab.
Die Kurzform ist bewusst grob. Wenn Sie spezifische Qualitäten wie Effizienz, Verlässlichkeit, Stimulation oder Originalität getrennt diagnostizieren müssen, verwenden Sie stattdessen den vollen UEQ oder den modularen UEQ+.
Die Praxis, User Experience durch standardisierte Instrumente, Verhaltensmetriken und Selbstauskunftsmaße zu quantifizieren. Ermöglicht Benchmarking, Fortschrittsverfolgung und evidenzbasierte Vergleiche.
Laut ISO 9241-11: das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer*innen in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.
Ein standardisierter Fragebogen mit 10 Items, der einen Score von 0–100 zur Messung der wahrgenommenen Usability ergibt. Das meistverwendete Instrument der Branche für Usability-Benchmarking.
Die Wissenschaft der Messung psychologischer Konstrukte wie Einstellungen, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften durch standardisierte Instrumente. Die Disziplin hinter jedem validierten Fragebogen in der UX-Forschung.
Dieser Begriff wird in den folgenden Artikeln referenziert: