Das Durchführen von research-ähnlichen Aktivitäten ohne Substanz und Rigorosität. Workshops und Übungen, die Teams ein produktives Gefühl geben, aber Ergebnisse ohne echten Bezug zu tatsächlichen Nutzerdaten produzieren.
Definition: Das Durchführen von research-ähnlichen Aktivitäten ohne Substanz und Rigorosität. Workshops und Übungen, die Teams ein produktives Gefühl geben, aber Ergebnisse ohne echten Bezug zu tatsächlichen Nutzerdaten produzieren.
UX Research Theater beschreibt Aktivitäten, die den Anschein von Research haben, aber die empirische Grundlage für zuverlässige Ergebnisse vermissen lassen.
Unstrukturierte Workshops: Interne Sessions, oft unter dem Banner von "Design Thinking", die in zufälliges Brainstorming abdriften, ohne klare Ziele oder Verbindung zu Nutzerdaten.
Substanzloses Mapping: User Journeys zeichnen, Affinity Maps erstellen oder Themen aus Ad-hoc-Brainstorming clustern, anstatt aus strukturierten, empirischen Daten.
Fabrizierte Personas: Fiktive Nutzerarchetypen von Grund auf erstellen oder auf extrem dünner Datenbasis, z. B. einem einzigen Interview oder anekdotischer Evidenz.
UX Research Theater ist verheerend für die Glaubwürdigkeit von Forscher*innen, insbesondere bei ernsthaften Stakeholdern, die erkennen, wenn hinter den Empfehlungen keine echte Forschung steckt.
Wenn Teams Research Theater betreiben:
Diese Aktivitäten verwischen die Grenze zwischen Meinung und Evidenz. Übungen wie Dot Voting erzeugen die Illusion von Konsens und verdecken dabei, dass keine tatsächlichen Daten die Entscheidungen stützen.
Jedes Ergebnis sollte auf Evidenz zurückführbar sein:
Wenn Sie die Evidenz für einen Punkt nicht benennen können, gehört er nicht in das Ergebnis.
Systematische Abweichung vom wahren Wert in Forschungsergebnissen. Kann nicht eliminiert, nur durch Standardisierung und Bewusstsein kontrolliert werden. Das Ziel ist systematischer Bias (beherrschbar) statt unsystematischer Bias (Chaos).
Ob eine Forschungsmethode misst, was sie zu messen beansprucht. Es geht um Genauigkeit, nicht um Präzision. Eine Methode kann reliabel (konsistent) sein, aber nicht valide (genau), wenn sie konsistent das Falsche misst.
Fiktive Charaktere, die erstellt werden, um die Ziele, Verhaltensweisen und Eigenschaften einer realen Nutzergruppe darzustellen. Ein Werkzeug, um bestimmte Nutzertypen während der gesamten Produktentwicklung im Blick zu behalten.
Dieser Begriff wird in den folgenden Artikeln referenziert: