Eine Preisforschungstechnik, die vier Standardfragen zur wahrgenommenen Wertigkeit nutzt, um eine akzeptable Preisspanne und einen optimalen Preispunkt zu identifizieren.
Definition: Eine Preisforschungstechnik, die vier Standardfragen zur wahrgenommenen Wertigkeit nutzt, um eine akzeptable Preisspanne und einen optimalen Preispunkt zu identifizieren.
Das Van Westendorp Price Sensitivity Meter (PSM) ist eine Survey-basierte Technik, um zu verstehen, wie eine Zielgruppe den Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung wahrnimmt. Eingeführt vom niederländischen Ökonomen Peter van Westendorp im Jahr 1976, nutzt sie vier Fragen, die den Preis jeweils aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Ab welchem Preis würden Sie das Produkt als so teuer empfinden, dass Sie einen Kauf nicht in Betracht ziehen würden? Ab welchem Preis würden Sie das Produkt als so günstig empfinden, dass Sie an der Qualität zweifeln würden? Ab welchem Preis würden Sie das Produkt als teuer empfinden, es aber möglicherweise trotzdem kaufen? Ab welchem Preis würden Sie das Produkt als Schnäppchen betrachten, also als besonders guten Kauf für das Geld?
Die Analyse plottet die kumulativen Häufigkeitsverteilungen aller vier Antworten. Die Schnittpunkte dieser Kurven definieren zentrale Preispunkte: den Punkt marginaler Billigkeit (unter dem Qualitätsbedenken entstehen), den Punkt marginaler Teuerung (über dem der Widerstand stark wächst), den Indifferenzpreispunkt (an dem gleich viele Befragte den Preis als günstig bzw. teuer empfinden) und den optimalen Preispunkt (an dem die wenigsten Befragten den Preis in die eine oder andere Richtung ablehnen). Zusammen definieren diese Schnittpunkte eine akzeptable Preisspanne, die widerspiegelt, wie der Markt Wertigkeit wahrnimmt.
Die Technik ist unkompliziert in der Durchführung und Analyse und erfordert keine spezialisierte Software über grundlegende Tabellenkalkulationstools hinaus. Die Haupteinschränkung ist, dass sie Preiswahrnehmung isoliert misst. Sie berücksichtigt nicht den Wettbewerbskontext oder Feature-Abwägungen, wie es die Conjoint-Analyse tut. Für Produkte, bei denen das Wertversprechen klar und das Wettbewerbsumfeld bekannt ist, bietet Van Westendorp einen schnellen, zuverlässigen Weg, den Preiskorridor zu identifizieren. Für komplexere Preisentscheidungen mit mehreren Features und Stufen eignet sie sich am besten als Ergänzung zur Conjoint-Analyse, nicht als Ersatz. Für eine breitere Diskussion von Preisforschungsmethoden siehe Abschnitt 14.3 in UX Research: Building Blocks for Impact in the Age of AI von Marc Busch.
Eine Core Method des skalierten Fragens mit standardisierten Fragen. Ermöglicht Datenerhebung bei größeren Stichproben, opfert dafür aber die Tiefe von Interviews zugunsten von Breite und Standardisierung.
Forschung mit Fokus auf numerischer Messung und dem Ziel, Ergebnisse von einer Stichprobe auf eine breitere Population zu generalisieren. Beantwortet ‚wie viel', ‚wie viele' und ‚wie oft'.
Eine Survey-Methode, die aufdeckt, wie Nutzer*innen Abwägungen zwischen Produktattributen treffen, indem realistische Produktkonzepte mit unterschiedlichen Feature- und Preiskombinationen präsentiert werden.
Dieser Begriff wird in den folgenden Artikeln referenziert: