Die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie bestehende Überzeugungen oder Hypothesen bestätigen, während widersprechenden Informationen weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Definition: Die Tendenz, Informationen so zu suchen, zu interpretieren und zu erinnern, dass sie bestehende Überzeugungen oder Hypothesen bestätigen, während widersprechenden Informationen weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Der Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) ist eine kognitive Tendenz, bei der Menschen Informationen bevorzugen, die das bestätigen, was sie bereits glauben, während sie widersprüchliche Evidenz herunterspielen oder ignorieren.
Das Verständnis des Bestätigungsfehlers ist entscheidend, weil er alle am Forschungsprozess Beteiligten betrifft:
Forscher*innen können unbewusst:
Stakeholder können:
Ein zentraler Grund, warum UX Researcher manchmal Schwierigkeiten haben, Einfluss zu gewinnen, liegt darin, dass ihre Aufgabe darin besteht, objektive Realität an Menschen zu vermitteln, die, wie wir alle, zum Bestätigungsfehler neigen.
Wenn Forschung Schwächen in den Ideen, Strategien oder Designs einer Person aufdeckt, kann sich das wie persönliche Kritik anfühlen. Dies unterstreicht, warum die Haltung als "neutrale Fachperson" so wichtig ist. Sie ist die Verteidigung dagegen, als bloße unerwünschte Meinung abgetan zu werden.
Für Forscher*innen:
Für die Stakeholder-Kommunikation:
Systematische Abweichung vom wahren Wert in Forschungsergebnissen. Kann nicht eliminiert, nur durch Standardisierung und Bewusstsein kontrolliert werden. Das Ziel ist systematischer Bias (beherrschbar) statt unsystematischer Bias (Chaos).
Ob eine Forschungsmethode misst, was sie zu messen beansprucht. Es geht um Genauigkeit, nicht um Präzision. Eine Methode kann reliabel (konsistent) sein, aber nicht valide (genau), wenn sie konsistent das Falsche misst.
Eine konsistente, vorhersagbare Verzerrung, die Ergebnisse in eine bekannte Richtung verschiebt. Handhabbar, weil Sie sie in der Interpretation berücksichtigen können, und damit weit besser als zufällige, unsystematische Fehler.
Dieser Begriff wird in den folgenden Artikeln referenziert: